erst einmal sorry dass wir so lange nichts von uns hören haben lassen aber irgendwie ist das im ganzen Chaos und Trubel der letzten Tage wohl etwas untergegangen;)
Wir sind am 16. früh in Brisbane angekommen. Nach 2 Stunden warten und gefühlten 1000 Anrufen stand dann der Manager des Hostels am Flughafen um uns abzuholen. Dort angekommen konnten wir gleich in unser Zimmer. Auf den ersten Blick war das Hostel echt cool. Jeder hat jeden nach ein paar Tagen gekannt (15 Betten im ganzen Hostel) und es war wie eine große Familie.
Leider hatten wir nur 3 Nächte gebucht und mussten dann kurzzeitig in ein anderes Hostel umziehen. Von Hawthorne nach Paddington scheint es auf der Karte nicht weit zu sein. Doch das täuscht.
Mit Backpack auf dem Rücken, Rucksack um den Bauch, Wanderschuhen und Einkaufstüten an den Seiten baumelnd machten wir uns um 12 Uhr in der prallen Mittagssonne auf zur Busstation - 1,8 km. Kein Problem? FAAAAALSCH. 20 Prozent Steigung bei 30 Grad mit 25 kg Ausrüstung - wir sahen recht fertig aus als wir an der Bushaltestelle ankamen.
Nach ein wenig Verwirrung am Anfang fanden wir dann den richtigen Bus und quetschten uns durch die viel zu enge Tür.
"Two 2-zone Travel tickets, please". Nur irgendwie wollte der Busfahrer nicht verstehen, warum der große schwitzende Backpacker mit viel zu viel Gepäck unbedingt zwei Tickets wollte. Am Ende stellte sich auch heraus warum:
Backpack+Dominik im Buseingang = Leonie aus dem Blickfeld vom Busfahrer verschwunden.
Es konnte an dem Tag garnicht anders kommen: Wir verpassten den Anschlussbus. Also hieß es 30 Minuten warten und zum nächsten Bus rennen. Der fuhr dann kurz an den Busbahnhof hin. Als wir dann standen und alles Gepäck aufgehoben hatten war er wieder weg. Trotz winken und schreien fuhr er los.
Wir - die uns schon jetzt vorkamen wie die Deppen der Nation - warteten also die nächste halbe Stunde voll bepackt, in den Startlöchern, bereit um zum nächsten Bus zu sprinten. So langsam ging uns die Großstadt schon leicht auf den Zeiger.
Nach einer 2stündigen Reise standen wir dann vor dem Aussie Way Backpackers - "sieht schon recht schnucklig aus", dachten wir uns. Wars dann auch, bis auf dass das Bett bei den kleinsten Bewegungen wackelte wie beim Erdbeben der Stufe 9 und die Küche nur von 7am bis 9pm geöffnet war. Aber ansonsten war es echt cool. Die nächsten Tage lernten wir ein nettes englisches Paar kennen und besuchten die Hauptattraktionen von Brisbane (Southbank mit dem Streets Beach, der Art Gallery und dem Museum; City Hall und und und...).
Und nach 2 kurzen Nächten checkten wir aus dem Aussie Way wieder aus.
Brandon, der Manager vom ersten Hostel (Riverside Backpackers), sollte uns wieder zurück in die alte Heimat bringen, wollte dann aber auf einmal am Telefon 30 Dollar dafür.
"Dann lieber den Bus!!" dachten wir. Zum Glück bekamen Maeri und Neill das mit und boten uns an uns mit ihrem Mietauto nach Hawthorne zu bringen.
Die nächsten Tage waren dann eher von Job- und Autosuche geprägt und alles lief seinen Gang. Doch in der dritten Nacht ging es in Zimmer 4 - der Ort des Schreckens in dem Dominik sein blaues Wunder erleben sollte. Alles auf Anfang:
Wir wechseln also so nichtsahnend in Zimmer 4 und staunen: eigener Fernseher, recht groß, das Bett sieht gemütlich aus. Wahnsinn. Einfach nur toll. Nur irgendwie fing es ihn an zu jucken als wir im Bett saßen. Am Rücken, an den Armen, überall. Komisch. Hmm. Naja wir gehehn mal schlafen - wird schon nichts ernstes sein.
Der nächste morgen brachte die ernüchternde Wahrheit: Dominik war über und über mit Stichen verziehrt. Am Rücken, den Beinen, den Armen, am Hals, einfach ÜBERALL! Der Manager beruhigte uns: "Keine Sorge, das sind nur Sandflies, die sind normal am Fluss". Er drückte uns eine Tube AloeVera in die Hand und wir gingen in die Stadt. Da wurde es nur noch schlimmer. Immer mehr Stiche tauchten auf.
Schlussendlich gingen wir in eine Apotheke (weil der Doktor nur fürs Anschauen 60$ verlangte). Antihistamine und Anästhetikumcreme für 32 Dollar. Doch die Apothekerin gab uns einen Hinweis:
"Looks like bedbugs' bites"
Bedbugs? BEDBUGS?? BETTWANZEN?????? Also nix wie heim und die Matratzen auf links gedreht - und tatsächlich - Larven, Eier, kleine, große, blutverschmierte BEDBUGS! Uaaah.
Nach ein wenig Rambazamba beim Manager gabs dann die 50 Dollar für das Zimmer zurück und die 32 Dollar für die Medikamente. Nichts wie raus aus dem Hostel!
Aber wohin? Zum Glück gab es da unsere lieben deutschen Freunde, die wir im Hostel kennengelernt haben: Anna und Daniel, unsere Rettung. Sie fragten in ihrer WG nach ob noch ein wenig Platz sei. Und da war Platz!!!
Also gings mit dem Bus wieder auf - diesmal nach Bardon. Die Bushaltestelle war diesmal nur 200 Meter weg. Und den Anschluss haben wir nur einmal verpasst. Trotz den Bissen am ganzen Körper war die Stimmung noch nicht gesunken ;) Konnte ja nur aufwärts gehen.
So kamen wir dann in die WG nach Bardon.
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