Dienstag, 28. Januar 2014

"How are you? - I'm fined." Die Tücken mit dem australischen Gesetz und der Polizei.

Nach unserem Lamington Abenteuer sollte es endlich mal wieder auf die Piste gehen - feiern war angesagt.
Mit unseren Dresdner Freunden Anna und Daniel (die übrigens den Blogtitel beigesteuert haben, danke dafür ;D) ging es in Surfersparadise während Schoolies ins Nachtleben.

Was ist Schoolies? - werdet ihr euch fragen. Nun, Schoolies ist dann, wenn die Ostküste im Ausnahmezustand ist. Alle Abiturienten machen gemeinsam Abschlussfahrt und geben sich an den Küstenorten, vorwiegend in Surfers Paradise, kollegial die Kante. Wir bahnten uns also zu viert den Weg durch Unmengen an halbstarken und halb nackigen Jungs, gemischt mit Whooo-girls in jeglichen Ausführungen.
Zunächst wollten wir an einem Bottleshop etwas zur Erheiterung des Abends kaufen - Bourbon'n'Coke im Angebot - jawoll!

Mit den Flaschen in der Hand und einer braunen Papiertüte aussenrum, wie man es aus den amerikanischen Filmen so kennt, ging es zum Strand, wo wir uns in die Tradition von Schoolies einreihten.

Uns fiel auf, dass sehr  viel Polizei an dem Abend unterwegs war. Als wir Richtung Club gingen erlebten wir einige Highlights.

Zunächst als Daniel auf dem Klo war und es gegen die Tür klopfte. Auf einmal stürzte ein pink gekleidetes, dickes Mädel zusammen mit der Tür in den Raum und setzte sich auf die dreckige Brille, während Daniel noch am Einpacken war. Sie entschuldigte sich natürlich und lallte: „I am so sorry, I need to pee!!“

Highlight Nummer zwei war dann die Straße runter. Wir sahen, dass vor einem Haus ordentlich Stimmung war. Leute tanzten auf der Straße, winkten uns zu dass wir reinkommen sollten, es war laute Musik aufgedreht und jeder schien zufrieden.
„Der Club scheint gut zu sein! Los wir schaun mal!“
Nur blöd, dass es sich bei dem „Club“ nur um einen Dönerladen handelte, in dem die Schoolies auf den Tischen und Bänken tanzten und wild fröhlich feierten.

Dann fand sich doch noch eine anscheinend gute Disko. Wir beschlossen die letzte Flasche Bourbon and Coke vor dem Eintreten zur ewigen Ruhe zu bitten.
Gesagt – getan.
Anna nahm einen Schluck und bemerkte nicht, dass hinter ihr eine Gruppe aus 4 Polizisten anmarschierte.

Diese durchsuchten unangemeldet ihre Tasche, rissen die Flasche aus der Hand, rochen daran und schütteten sie auf den Boden. Anna verstand die Welt nicht mehr. Es war doch eine Tüte um die Flasche!!?!

“You are not allowed to drink in public“
“What??”
“Its an offense. It is a crime. You can’t do this in public“

Man darf nicht in der Öffentlichkeit trinken?? Alles herausreden nutzte nichts – Anna bekam ein „fine“ (Strafgebühr) für öffentliches Trinken (so eine Schnapsdrossel aber auch!) und schuldete der Queenslander Polizei mit einem Mal 110$. Der Abend war gelaufen. Aber heute sehen wir es heiter und lachen über die stocksteifen Polizisten.

Wenn es um das Thema geht kommen wir nicht um die Frage vorbei:

„How are you, Anna?“ – „I am fined, thanks!“

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