Nach unserem Lamington Abenteuer sollte es endlich mal wieder auf
die Piste gehen - feiern war angesagt.
Mit unseren Dresdner Freunden Anna und
Daniel (die übrigens den Blogtitel beigesteuert haben, danke dafür ;D) ging es
in Surfersparadise während Schoolies ins Nachtleben.
Was ist Schoolies? - werdet ihr euch
fragen. Nun, Schoolies ist dann, wenn die Ostküste im Ausnahmezustand ist. Alle
Abiturienten machen gemeinsam Abschlussfahrt und geben sich an den Küstenorten,
vorwiegend in Surfers Paradise, kollegial die Kante. Wir bahnten uns also zu
viert den Weg durch Unmengen an halbstarken und halb nackigen Jungs, gemischt
mit Whooo-girls in jeglichen Ausführungen.
Zunächst wollten wir an einem Bottleshop
etwas zur Erheiterung des Abends kaufen - Bourbon'n'Coke im Angebot - jawoll!
Mit den Flaschen in der Hand und einer
braunen Papiertüte aussenrum, wie man es aus den amerikanischen Filmen so
kennt, ging es zum Strand, wo wir uns in die Tradition von Schoolies
einreihten.
Uns fiel auf, dass sehr
viel Polizei an dem Abend unterwegs war. Als wir Richtung Club gingen
erlebten wir einige Highlights.
Zunächst als Daniel auf dem Klo war und es gegen die Tür klopfte.
Auf einmal stürzte ein pink gekleidetes, dickes Mädel zusammen mit der Tür in
den Raum und setzte sich auf die dreckige Brille, während Daniel noch am
Einpacken war. Sie entschuldigte sich natürlich und lallte: „I am so sorry, I
need to pee!!“
Highlight Nummer zwei war dann die Straße runter. Wir sahen, dass
vor einem Haus ordentlich Stimmung war. Leute tanzten auf der Straße, winkten
uns zu dass wir reinkommen sollten, es war laute Musik aufgedreht und jeder
schien zufrieden.
„Der Club scheint gut zu sein! Los wir schaun mal!“
„Der Club scheint gut zu sein! Los wir schaun mal!“
Nur blöd, dass es sich bei dem „Club“ nur um einen Dönerladen
handelte, in dem die Schoolies auf den Tischen und Bänken tanzten und wild
fröhlich feierten.
Dann fand sich doch noch eine anscheinend gute Disko. Wir
beschlossen die letzte Flasche Bourbon and Coke vor dem Eintreten zur ewigen
Ruhe zu bitten.
Gesagt – getan.
Anna nahm einen Schluck und bemerkte nicht, dass hinter ihr eine
Gruppe aus 4 Polizisten anmarschierte.
Diese durchsuchten unangemeldet ihre Tasche, rissen die Flasche
aus der Hand, rochen daran und schütteten sie auf den Boden. Anna verstand die
Welt nicht mehr. Es war doch eine Tüte um die Flasche!!?!
“You are not allowed to drink in
public“
“What??”
“Its an offense. It is a crime. You can’t do this in public“
Man darf nicht in der Öffentlichkeit trinken?? Alles herausreden
nutzte nichts – Anna bekam ein „fine“ (Strafgebühr) für öffentliches Trinken
(so eine Schnapsdrossel aber auch!) und schuldete der Queenslander Polizei mit
einem Mal 110$. Der Abend war gelaufen. Aber heute sehen wir es heiter und
lachen über die stocksteifen Polizisten.
Wenn es um das Thema geht kommen wir nicht um die Frage vorbei:
„How are you, Anna?“ – „I am fined,
thanks!“
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