Auf der Strecke Richtung Coffs Harbour liegen viele kleine Ortschaften, durch die man mal durchfahren oder einen kleinen Bummel machen kann. Die meisten lohnen sich aber nicht für einen längeren Aufenthalt als ein paar Stunden. Es ging also am Strand entlang Richtung Süden:
Der erste Stopp war Mt. Warning: ein erloschener Vulkan, den
man zu Fuß erkunden kann. Es ging also einen Aufstieg hinauf, der die ersten
paar Stunden recht leicht von Statten ging. Dann hatte er es aber in sich: Ein
extrem steiler Aufstieg über Gesteinsbrocken und Felsen, und die einzige
Sicherung beim Klettern war eine Metallkette, an der man sich festhalten
konnte. Von oben war die Sicht über das umliegende Tal einfach atemberaubend.
Red Rocks und die kleineren umliegenden Ortschaften lockten
mit wunderschönen Stränden und haufenweisen Pelikanen, Mangrovenwäldern und
schwarzen Schwänen. In Yamba und Grafton wurden dann wieder die Vorräte
aufgefüllt bevor es weiter nach Dorrigo ging.
Der Dorrigo Nationalpark ist – wie wir finden – einer der
schönsten Nationalparks in New South Wales. Zuerst gingen wir ins Information Centre und
schauten einen Film über die australischen Nationalparks mit ihren animalischen
Mitbewohnern an – Tiere, an die man nicht einmal im Traum denkt, so verrückt
schauen sie aus – und unternahmen anschließend einen zweistündigen Walk durch
den Park.
Neben dem atemberaubenden
Wasserfall, wunderschönen Lookouts bekamen wir auch noch anderes Highlight zu
sehen: Eine Phython hatte gerade den Wanderweg überquert und war auf Futtersuche.
Das arme scheue Ding ergriff jedoch sofort die Flucht, nachdem sie bemerkt
hatte, dass sie im Rampenlicht stand und wir so viele Fotos wie möglich
kassieren wollten.
Wieder am Start angekommen überfiel uns großer Hunger, so
dass wir sofort an der BBQ-Stelle unser
Essen auspackten und kochten.
Während wir auf die leckeren Maiskolben warteten, machten wir noch eine
weitere Entdeckung: Eine „Black snake“ hatte sich im Gestrüpp verkrochen, um ihren
Mittagsschlaf zu genießen.
Was für ein schlangenreicher Tag!
Danach ging es wieder zurück nach Coffs Habour, einer nach Fisch
stinkenden, alten, vermüllten Hafenstadt. Der Aufstieg auf den Muttonbird
Island hat sich allerdings gelohnt. Auch wenn es sehr windig und regnerisch war,
konnte man eine schöne Aussicht genießen.
Außer dem Island und dem atemberaubenden Fischgestank hat
Coffs Habour nichts mehr zu bieten. Auch die Big Banana war ein großer
Reinfall: Der Freizeitpark ist überall angepriesen als ein Muss und ist
eigentlich ein No-Go! Die Preise sind viel zu hoch und die Attraktionen sind
Schlittschuhlaufen und Rodelbahn fahren – also totlangweilig wenn man nicht
unter 12 ist.
Aber wenigstens konnten wir mal einen Blick auf die
weltberühmte „Big Banana“ werfen, sonst würden wir ja ungebildet und als
Langweiler sterben ;)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen